- Thrombose
- Krampfadern
- Nachbehandlung von Venenoperationen
- Sklerotherapie und allen anderen Formen der Krampfadernbehandlung
- Chronische Venöse Insuffizienz (CVI)
- Bei allen venös bedingten Beinbeschwerden (z.B. schwere Beine, Schwellungsgefühl, Schmerzen)
- Venöse Beinbeschwerden oder Krampfadern in der Schwangerschaft
- Thromboseprophylaxe und Vorbeugung von Schwellung und Stauung auf Fernreisen
- Lymph- und Lipödem
- Das Prinzip der Kompressionstherapie basiert auf der Applikation eines kontrollierten Drucks auf das Bein oder den Arm. Die Einheit des Drucks ist Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) oder Hektopascal (hPa). 1 mmHg = 1,33 hPa.
- Der Druck wird durch ein appliziertes Textil, Bandage oder Strumpf erzeugt. Strümpfe und Bandagen sind Medizinprodukte. Sie werden nach festgelegten Normen mit strikten Anforderungen hergestellt.
- Die Kompressionstherapie wirkt mechanisch. Sie nutzt das Prinzip der Hysterese. Diese ist durch die Relation von Kraft und Dehnung des elastischen Materials definiert. Die Druckübertragung auf das Gefässsystem ist indirekt.
- Die Kompressionstherapie wirkt dabei dem pathologisch erhöhten Venendruck entgegen.
- Der Anpressdruck ist im Knöchelbereich am höchsten. Der Kompressionstrumpf komprimiert dort am stärksten wo auch der venöse Druck am höchsten ist: am distalen Unterschenkel.
- Der Druckverlauf ist degressiv. Der intravenöse Druck fällt in aufrechter Körperposition von distal nach proximal ab. Damit muss auch der Druck des Kompressionsstrumpfes von distal nach proximal abfallen, um einen ungehinderten venösen Abstrom zu garantieren.
- die elastische Rückstellkraft des Kompressionsmaterials
- die Form des Beines. Der Druck, der vom Kompressionsmaterial auf das Bein ausgeübt wird, hängt von der Krümmung der lokalen Oberfläche (Laplace-Gesetz) ab und ist umgekehrt proportional zum Radius der Krümmung. Somit übt der Strumpf einen höheren lokalen Druck auf Knochenvorsprünge oder die Achillessehne aus, während über planen Flächen wie dem Fussrücken nur niedrige Drucke wirken. Zwischen Knöchel und Achillessehne (Bisgaard´sche Kulisse) wird praktisch kein Druck ausgeübt.
- Beschleunigung des venösen Blutflusses
- Abnahme des venösen Blutvolumens
- Reduktion des pathologischen Refluxes in erkrankten, oberflächlichen und / oder tiefen Venen
- Unterstützung der venösen Pumpmechanismen (Waden-Muskelpumpe)
- Reduktion des pathologisch erhöhten Venendrucks
- Erhöhung des Drucks in Haut und Fettgewebe und damit Reduktion der Ödementstehung
- Reduktion eines bereits pathologisch erhöhten Wassergehalts (Ödem)
- Verbesserter Abtransport von Schlackenstoffen
- Antientzündliche Wirkung
- Erhaltung und Förderung reparativer Prozesse
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